«Wer darüber klagt, dass jemand gestorben ist,
klagt darüber, dass er ein Mensch gewesen ist.»

Seneca
  geisterforschung - wenn paranormal normal ist
Startseite sitemap Impressum Marcel Eschbach Kontakt Gästebuch ForumVeranstaltungen
Geisterforschung
Parapsychologie
Spiritualismus
Sonderfall Brasilien
Körper & Geist
Sterben & Tod
Nah-Tod-Erfahrung
Jenseits-Kontakte
Erfahrungsberichte
Medialität
Umsessenheit
Besessenheit
Stimmenhören
Seelenbefreiung
Religionen
Schamanismus
Wissenschaften
Persönlichlichkeiten
Wissenswertes
TV & Spielfilme
Literatur
Links
Lebenshilfe
 
 
   
  Nahtod-Erfahrung
   
 
Als 1975 die wissenschaftliche Erforschung der Nahtoderfahrung mit Dr. Raymond Moodys Buch „Leben nach dem Tod“ einsetzte, war dies eine Weltsensation. Moody hatte, ermuntert durch die Ärztin und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross, die seine Arbeit von Anfang an unterstützte, 150 Fallbeispiele gesammelt, mit Berichten von Menschen, die klinisch tot waren, dann aber wieder ins Leben zurück geholt wurden. Raymond Moody war der Erste, der die Nahtoderfahrung klassifizierte und verschiedene Merkmale herausarbeitete. Aus seiner Pionierarbeit über Erlebnisse in Todesnähe entstand in den Jahren danach der gross angelegte Bereich der Thanatologie, respektive der Nahtodforschung.
Der Geist verlässt den Körper...
In den U.S.A. formierte sich unter der Leitung von Kenneth Ring die IANDS (The International Association for Near-Death-Studies), die Internationale Vereinigung für Nahtodesforschung. Seither sind hunderte von Nahtoderfahrungen eingehend interkulturell erforscht worden.
 
   
   Nahtoderfahrung in Deutschland:
 

Studie der Universität Koblenz
Hubert Knoblauch führte in Verbindung mit dem Institut für Grenzgebiete der Psychologie in Freiburg an der Universität Koblenz ein mehrjähriges Forschungsprojekt über die Struktur und Verbreitung von Todesnäheerfahrungen durch. Zum ersten Mal kommen hier Betroffene aus dem deutschsprachigen Raum zu Wort. Seine „Berichte aus dem Jenseits – Mythos und Realität der Nahtoderfahrung“ erschienen Anfang September 1999. Die Ergebnisse beziehen sich auf die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland mit mehr als 80 Millionen Menschen. Um eine unverstellte Antwort auf die Frage zu erhalten, wie viele Menschen eigentlich eine Nahtoderfahrung gemacht haben, wurde nach verschiedenen Erfahrungen gefragt, die mit dem Tod zusammen hingen, also Todesahnungen, Sterbebettvisionen, paranormale Phänomene und Todesnäheerfahrungen.
Ergebnisse
Das Ergebnis ist sensationell: Bezogen auf die Gesamtbevölkerung haben etwa dreieinhalb Millionen Deutsche eine Nahtoderfahrung am eigenen Leib kennen gelernt! Davon fanden sich etwa gleich viele Männer wie Frauen, die eine solche Erfahrung gemacht hatten.

   
   Die acht Merkmale der Nahtoderfahrung:
 
  1. Das Gefühl, tot zu sein.
    Menschen wird erst angesichts des "Lichts" bewusst, dass sie tot sind. Andere erkennen es daran, dass sie mit grossem Erstaunen feststellen müssen, dass sie durch die Anwesenden hindurch greifen, bzw. diese sie nicht bemerken.
  2. Frieden und Schmerzfreiheit: Die Bande, die an die Welt binden werden gekappt. Alle körperlichen Beschwerden und Schmerzen sind verschwunden. Blinde sind plötzlich sehend und Rollstuhlfahrer oder Amputierte erfahren sich als heil und gesund. Wenn die Betreffenden später wieder in ihren Körper zurückkehren, sind die Schmerzen und sonstigen Behinderungen die gleichen wir vorher.
  3. Die ausserkörperliche Erfahrung: An dieser Stelle ein authentisches Erlebnis eines heute 74-jährigen Mannes, der im Zweiten Weltkrieg als 20-Jähriger von einer Kugel am Kopf getroffen wurde.
    Sein Erlebnis enthält alle bisherigen genannten Komponenten einer NTE (Nahtoderfahrung): „Als das Blut in mein Gehirn sickerte, spürte ich, wie ich nach oben gezogen wurde. Ich befand mich außerhalb meines Körpers und sah mich selbst unter mir liegen. In diesem Moment dachte ich: "Ich bin tot. So ist es also!" Ich hatte keine Schmerzen und fühlte mich sehr wohl. Ich sah die Kopfverletzung wo mich die Kugel getroffen hatte und meine Kameraden, die herbeieilten um mir zu helfen. Dann spürte ich, wie ich langsam aufstieg zu den Wolken über mir. Ich dachte an meine Mutter, an ihre Trauer und ihre Schmerzen und wie es ihr ergehen würde, wenn ich tot bin. Ich bekam Angst um sie und wusste, dass meine Zeit noch nicht gekommen ist. In diesem Moment wurde ich in meinen Körper zurück geschleudert und spürte unerträgliche Schmerzen. Ich fiel in Ohnmacht und wachte erst im Lazarett nach der Operation wieder auf.“
  4. Das Tunnelerlebnis: Dieser Aspekt ist der Bekannteste der NTE. Nicht jeder allerdings erlebt sie: Manche sprechen auch von Dunkelheit oder Leere und erkennen keinen Tunnel. In den meisten Fällen wird es als eine Art Übergang von dieser Welt ins Licht hinein beschrieben. Als Symbole für Tunnel können auch Strassen, Brücken oder Flure angesehen werden.
    “ Dann sah ich einen Tunnel, dessen Eingang an der Schlafzimmerwand über dem Bett lag und der sich anscheinend unendlich weit ausdehnte. Am Ende dieses Tunnels sah ich ein Licht und ich spürte, dass es sehr weit von mir entfernt war. Am Anfang des Tunnelinneren erwartete mich meine Mutter, die damals seit zwei Jahren tot war.
  5. Lichtgestalten: Einige treffen schon im Tunnel verstorbene Verwandte oder Freunde, manchmal auch Lichtwesen, Engel. Sie sprechen mit diesen Wesen, wobei die Gespräche wortlos geführt werden. Von manchen Erlebenden wird auch beschrieben, dass sie Präsenzen oder Stimmen wahrgenommen haben, ohne jemanden zu sehen. „In meinem Zimmer schien kein Sauerstoff zu sein und ich konnte nicht richtig atmen. Dann waren plötzlich alle Blumen und Früchte an meinem Bett und auch das Bett selbst von Licht umgeben, und ich fühlte mich unendlich glücklich. Ich habe schon immer daran geglaubt, einen Schutzengel zu haben, schon seitdem ich vier Jahre alt war. Nun spürte ich, wie er mich bei der Hand nahm und wir schienen in die Höhe zu schießen, so als befänden wir uns in einem Aufzug, einem hellen Licht entgegen. Dort erwarteten mich Blumen, Bäume, herrliche Musik. Es gab dort all die wunderbaren Dinge, die es auch auf Erden gibt, nur tausend Mal schöner. Ich sah Tanty, die älteste Schwester meiner Mutter, die ihre Arme nach mir ausstreckte. Sie lachte über meine Überraschung. Plötzlich wurde ich wieder in die Dunkelheit gezerrt und hörte wie einer der Ärzte sagte: "Gott sei Dank, wir haben sie wieder!.“
  6. Das Lichterlebnis: Eine Vielzahl von Nahtodstudien haben aufgezeigt, dass die „Begegnung mit dem Licht“, welches als bedingungslose Liebe empfunden wird, das entscheidende Element der NTE ist und einen Menschen für immer verwandelt. Dieses Licht entstammt, den Forschern zufolge, aus einer Quelle außerhalb des Körpers.
    Aus dem Buch „Den Tod erfahren, das Leben gewinnen“ von Kenneth Ring, nachfolgend ein Beispiel: „Es war ein totales Eintauchen in Licht, Helligkeit, Wärme, Frieden, Sicherheit. Außerhalb meines Körpers spürte ich überhaupt nichts. Ich sah weder meinen Körper, noch sonst jemanden. Ich kam einfach nur plötzlich in dieses wunderbare, helle Licht. Es ist schwierig zu beschreiben, eigentlich ist es unmöglich. Nicht mit Worten. Es ist, als wäre man eins mit diesem Licht. Ich könnte sagen: <Ich war Frieden. Ich war Liebe. Ich war Helligkeit, sie war ein Teil von mir…> man weiß es einfach, man ist allwissend – und alles ist ein Teil von einem selbst, es ist so wunderbar. Wie die Ewigkeit. Als wäre ich schon immer dort gewesen, als würde ich immer dort sein und als wäre mein Dasein auf der Erde nur ein kurzer Augenblick gewesen.“
  7. Die Lebensrückschau: Der Lebensfilm hat zwei Komponenten: Er kann neutral gesehen bzw. beobachtet werden, als szenischer Ablauf von Bildern, der das Leben in seinen positiven wie negativen Aspekten rückläufig erfasst. Die Bilder sind meist farbig und laufen unkontrollierbar und sehr schnell.
    Das Lebenspanorama umfasst die Zeit von der Gegenwart bis zur Geburt, wobei die Bilder nachweislich richtige fotografische Erinnerungen beinhalten. So kann der Betreffende mitunter Ereignisse aus seinem Leben als Säugling sehen, die er längst vergessen hatte, bzw. gar nicht wissen konnte und die dann im Nachhinein von nahe stehenden Verwandten bestätigt wurden.
  8. Die widerwillige Rückkehr: Menschen, die eine intensive Nahtoderfahrung gemacht haben, die das Licht gesehen und emotionale Extase gespürt haben, kehren höchst ungern in die diesseitige irdische Welt zurück. Sie möchten gerne in diesem Zustand der Seligkeit verbleiben. Da Nahtoderfahrungen unterschiedlich intensiv sind, gibt es bei diesen Wissenden scheinbar eine Grenze, die sie nicht überschreiten dürfen. Sie können nicht frei entscheiden, ob sie dableiben wollen oder nicht. In dem Moment, wo man in den Körper zurückgezogen wird, fühlt man emotional den Verlust des Paradieses. Man kehrt zurück, hat wieder die physischen Schmerzen, fühlt sich wie eingesperrt in der Welt von Zeit und Raum mit all den Einschränkungen.
 
 
zentrum für geisterforschung - ein tabu bleibt nur solange ein tabu, bis man darüber redet