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Wolfgang kam auf Teneriffa zu mir wegen starken Rückenschmerzen in physiotherapeutische Behandlung. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Seine Beschwerden beschreibt er folgendermassen:
"Sobald ich mich ins Bett lege beginnen die Rückenschmerzen..."
"Am Morgen bin ich froh wenn ich wieder aus dem Bett komme..."
"Meine Frau meint ich hätte Matrazitis..."
Wie üblich mache ich einen physiotherapeutischen Befund und finde eine verspannte Rückenmuskulatur mit lokal schmerzhaften Stellen vor. Ich behandle daher erstmals seine Muskulatur.
Aufgrund der Beschreibung seiner Rückenbeschwerden und meiner Erfahrung vermute ich eine seelische Komponente bei den Beschwerden. Deshalb bitte ich Wolfgang gegen Ende der Sizung, aus meinen Playmobil-Figuren Stellvertreter für sich und für die "Matrazitis" auszusuchen. Als er ein Playmobil für die "Matrazitis" aussucht und zwischen männlicher oder weiblicher Figur auswählen muss, sagt er bestimmt: "Das muss eine Frau sein... die nerven immer so..."
Wolfgang stellt die beiden Figuren auf den Tisch, so dass sich die Figuren gegenüber stehen.
Danach bitte ich Wolfgang, ein weiteres Playmobil als Stellvertreter für seine Frau auszusuchen. "Das ist bereits meine Frau!" lacht er überrascht und zeigt auf die "Matrazitis".
Ich frage Wolfgang nach seiner Beziehung zu seiner Frau. Wolfgang erzählt, dass sie eigentlich schon seit längerer Zeit getrennt sind und nur noch wegen den Kindern zusammen leben. Ihm wird plötzlich klar, dass seine Rückenschmerzen ein Ausdruck seiner seelischen Unzufriedenheit sind. Daher beginnen die Beschwerden sobald er sich abends ins Bett neben seine Frau legt und verschwinden am Morgen, wenn er das gemeinsame Schlafzimmer wieder verlässt. Anschliessend besprechen wir seine "krankmachende" Beziehung und erarbeiten Möglichkeiten für eine Verbesserung seiner Situation.
(Patientename wurde von mir geändert)
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